|
Taekwondo |
| Taekwondo ist eine
waffenlose koreanische Kampfkunst. Das Wort setzt sich aus den Begriffen
Fuß (Tae), Faust (Kwon) und Weg (Do) zusammen. Mit "Do" ist hierbei der Weg gemeint, den der Schüler in seinem ständigen Bestreben nach charakterlicher und körperlicher Vollendung geht. Der Lohn dieser Bemühungen ist die Verbesserung von Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer, Konzentration oder einfach ausgedrückt der persönlichen Fitness. Als Sport unterscheidet sich Kampfkunst von den meisten anderen Sportarten, da es sich weder um eine reine Einzel- noch um eine reine Mannschaftssportart handelt, sondern vielmehr die positiven Aspekt beider Sporttypen in sich vereint. Der individuelle Trainingserfolg ist immer nach den persönlichen körperlichen Voraussetzungen zu beurteilen. Da das Training aber in der Gruppe oder mit einem Trainingspartner erfolgt, ist verantwortungsbewußter Umgang mit seinen Mitmenschen notwendig, so daß das Training auch soziale Kompetenz fördert, was sich auch in den für asiatische Kampfkünste obligatorischen Höflichkeitsformen (z.B. die gemeinsame Begrüßung vor und nach dem Training) ausdrückt (die man natürlich auch nicht übertreiben muß :-) ). Der Unterschied zwischen Taekwondo und anderen asiatischen Kampfkünsten, insbesondere Karate, besteht vor allem in der vielseitigen Anwendung von Fußtechniken, woraus eine faszinierende Dynamik entsteht. Taekwondo entstand in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und erfuhr seine weltweite Verbreitung in den 70ern. Auch wenn nach wie vor in vielen Büchern und anderen Quellen stolz auf eine jahrtausendalte koreanische Kampfkunsttradition hingewiesen wird, wurde die Entwicklung des Taekwondos eher vom japanischen Karate als von koreanischen "Vorläufern" bestimmt. |